Die Anmeldung eines Gewerbes ist ein sehr leichter Prozess. Es dauert ca. eine halbe Stunde und kostet in der Regel um die 20 Euro. Eine Gewerbeanmeldung ist notwendig, wenn du einer selbstständigen Arbeit nachgehen möchtest.

Je nach Branche, in der du tätig sein möchtest, kann es sein, dass du zusätzliche Genehmigungen benötigst. Dies gilt bspw. für den Umgang mit Lebensmitteln oder bestimmte Handwerksleistungen. Handelt es sich um letztere Tätigkeit, so muss eine zusätzliche Anmeldung bei der Handwerkskammer erfolgen.

Nach der Gewerbeanmeldung ist man verpflichtet, Mitglied der Industrie- und Handelskammer oder der Handerkskammer zu werden. Diese kommen aber auf den Gewerbetreibenden zu, es entsteht also kein weiterer formeller Aufwand. Die Mitgliedschaft berechnet sich nach dem Jahresgewinn, ist aber relativ niedrig. Zu Beginn liegt dieser Betrag in der Regel unter 50 Euro.

 

Wie läuft die Gewerbeanmeldung ab

Wenn du ein Gewerbe anmelden möchtest, machst du am besten einen Termin beim Gewerbeamt deiner Gemeinde. Dieses befindet sich oftmals im Rathaus. Ein spontaner Besuch ist meistens auch möglich, aber ein Anruf im Vorfeld kann nicht schaden.

Der Mitarbeiter des Amtes fragt dich nach deinem Ausweis, sowie der geplanten Tätigkeit. Darüber hinaus kannst du gefragt, ob du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchtest. Diese Angaben werden auf einem Blatt zusammengefasst und müssen anschließend von dir unterschrieben werden.

Das Gewerbeamt gibt dem Finanzamt über die erfolgte Gewerbeanmeldung Bescheid. In der Regel erhältst du direkt vom Mitarbeiter des Gewerbeamtes den „Bogen zur steuerlichen Erfassung“, welchen du ausgefüllt an dein Finanzamt senden musst. Du kannst diesen Bogen selbst ausfüllen oder von einem Steuerberater ausfüllen lassen.