Was sind Hebesatz und Steuermessbetrag?

Foto mit Begriffen rund um die Umsatzsteuer (Hebesatz, GewStG, etc.)© fotodo - Fotolia.com

Zur Berechnung der Gewerbesteuer, sowie der Grundsteuer wird sowohl ein Hebesatz, als auch ein Steuermessbetrag benötigt. Was genau es mit diesen Begriffen auf sich hat und wie die Gewerbesteuer berechnet wird, erklären wir dir in diesem Artikel.

Hebesatz

Der Hebesatz wird von der Kommune selbst festgelegt. Je niedriger dieser liegt, desto niedriger fallen Gewerbe- und Grundsteuer aus. Allerdings sind die Kommunen bei der Festlegung der Höhe leicht beschränkt. Und zwar darf der Hebesatz nicht unter 200 liegen. Nach oben hin gibt es keine Begrenzung.

Den Hebesatz einer Kommune kann man im Internet sehr schnell in Erfahrung bringen, da dieser meistens auch auf der Homepage der Kommune angegeben ist. Der niedrigste Hebesatz aller Kommunen in Deutschland liegt bei 200, der höchste hingegen beträgt 900. Beide genannten Fälle sind allerdings absolute Ausnahmen, da der Hebesatz in der Regel zwischen 300 und 400 liegt.

Große Städte verfügen oftmals über einen höheren Hebesatz, was daran liegt, dass diese den ansässigen Unternehmen auch einiges mehr zu bieten haben, als ländliche Kommunen. Häufig sind schnellere Internetleitungen verfügbar, die Zahl der Einwohner und somit potentiellen Arbeitnehmer ist höher und es bestehen meistens bessere Verkehrsanbindungen.

 

Steuermessbetrag

Der Steuermessbetrag ist der zweite Faktor der Berechnung zur Ermittlung der Gewerbe-, sowie der Grundsteuer. Er liegt für die Gewerbesteuer einheitlich bei 3,5%. Bei der Grundsteuer muss dieser allerdings differenziert werden. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe werden mit einem Steuermessbetrag von 6% belegt. Für alle anderen Grundstücke liegen die Steuermessbeträge in den alten Bundesländern bei 2,6 – 3,5% und in den neuen Bundesländern bei 5 – 10%.

 

Beispielrechnung

Die Formel zur Berechnung lautet: Hebesatz x Steuermessbetrag = Höhe der Steuer

Angenommen ein Unternehmen ist in einer Kommune mit einem Hebesatz von 300 ansässig. Die Höhe der Gewerbesteuer beträgt also 10,5% (300 x 3,5% = 10,5%).

Du siehst also, dass der Hebesatz einen enormen Einfluss auf die Höhe der Gewerbesteuer hat und dieser Faktor bei der Wahl des Standorts durchaus eine Rolle spielen kann. Große Unternehmen legen ihren Hauptsitz deshalb oftmals in eine Kommune mit niedrigem Hebesatz und bilden in den Großstädten lediglich Zweigstellen.

Die Berechnung der Grundsteuer erfolgt auf die gleiche Art und Weise. Die genauen Daten findest du auf der Homepage der Kommune oder durch kurzes Suchen im Internet.

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